Kirche Starkow

Baubeginn der Kirche unter dem Patrozinium des Heiligen Georg war in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Etwa bis 1250 wurde das Langhaus errichtet. Um 1300 wurde der Chor mit fünfseitigem Schluss und großen, spitzbogigen Fenstern versehen.

Um 1820 galt die Kirche als stark einsturzgefährdet. Sie wurde jedoch mittels Stützbögen und Ankern gesichert. Dabei wurden aus ästhetischen Gründen verzierte Anker gewählt, die den erforderlichen Zug nicht aufbringen. Daraufhin später auftretende Risse im Gewölbe und in den Wänden wurden verfüllt und eine neue Sicherung mit Ankern geplant.

Mittels einer Drainage konnte die Senkung des Gemäuers aufgehalten werden.

Die Basilika ist als eine der frühesten Backsteinkirchen Vorpommerns von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz als „Bauwerk von Landesbedeutung“ eingestuft.

Die Kirche liegt am Ufer der Barthe. Entlang der Nordseite des die Kirche umschließenden Friedhofes erstreckt sich ein denkmalgeschützter Pfarrgarten; er ist nach gartengestalterischen Gesichtspunkten des 19. Jahrhunderts angelegt.

Die dreischiffige und dreijochige, aus Backstein errichtete Basilika verfügt über eine Gewölbehöhe von 12,58 Metern und ist damit für eine Dorfkirche eines kleinen Ortes ungewöhnlich groß.

Die verputzte Giebelseite der turmlosen Kirche ist mit Mustern verziert. Ein Spitzbogenfries mit unglasierten und glasierten Formziegeln zieht sich unter der Taufe hin.

Das älteste Ausstattungsstück ist ein aus skandinavischem Marmor bestehender Taufstein mit romanischen Merkmalen.

Unter dem Innenputz sind Reste von Ausmalungen sichtbar, so eine barocke Christopherus-Darstellung in einer der Nordfensternischen. Dessen Sanierung ist in 2008 vorgesehen.

Die außergewöhnlich große Orgel wurde um 1860 vom Stralsunder Orgelbauer Friedrich Albert Mehmel gefertigt. Seit etwa 1970 nicht mehr spielbar, wurde sie für 140.000 Euro, darunter Mittel aus dem LEADER4-Fonds der EU, von 2004 bis 2009 restauriert und am 2. Mai 2010 mit einem Konzert offiziell wieder eingeweiht.

Die evangelische Kirchengemeinde Velgast gehört zum Kirchenkreis Stralsund in der Pommerschen Evangelischen Kirche.

Quelle: www.wikipedia.de