Die Dorfkirche Rolofshagen ist eine nur noch als Ruine erhaltene Dorfkirche im Ortsteil Rolofshagen der vorpommerschen Gemeinde Papenhagen.

Am ehemaligen slawischen Wallberg entstand um 1223 Rolofshagen (1273 als Roleveshagen benannt, demnach Rolf oder Rudolf als ortsgründender Ritter des Hagendorfes) und wurde besiedelt. Nach der Gründung des Klosters Neuenkamp bauten die Mönche um 1300 neben der slawischen Befestigung eine Kirche in Rolofshagen.

1986 stürzte diese aufgrund fehlender Dachsanierung ein, weshalb sie seit 1987 nur noch als Ruine (Außenmauern und Sakristei) erhalten ist. Im Mai 2007 wurde sie baulich gesichert und wird seitdem als kultureller Ort genutzt. In der Sakristei finden regelmäßig Gottesdienste statt.

Quelle: www.wikipedia.de

Die Kirchenruine, der Wallberg mit Wallgraben und drei mind. 400 Jahre alte Linden prägen das Ortsbild des idyllisch gelegten Dorfes Rolofshagen.

Zwischen 1220 (Urkunde Tribsees 1221) und 1223 (Rolofshagen) besiedelten Lokatoren, meist Angehörige des niederen Adels, diese Region überwiegend mit friedlichen Mitteln. Sie fanden in der Regel bewaldete Gebiete vor, die sie mit Hilfe der eingewanderten Siedler, aber auch slawischer Neusiedler, in Ackerland umwandelten. Die Burgen dienten eher der eigenen Besitzstandswahrung gegenüber anderen Adligen und auch dem Landesherrn. Der Bau einer Burg war außerdem ein zu erwerbendes Privileg. Das Image der aggressiven Raubritter entstand erst im Verlauf des hohen Mittelalters mit Verarmung der Adligen.

Die Namensgebung der Orte folgte meist dem Namen der Lokatoren, aber nicht im Bewusstsein eines Sieges. Die Ortsnamenvergabe folgte ganz praktischen Erwägungen. Denn in einer Zeit ohne Karten waren die allgemein bekannten Lokatorennamen einfach gute Orientierungspunkte. Gleichzeitig gaben sie den jeweiligen Besitzer mit Namen an (damit auch eine rechtliche Benennung).

Quelle: Verein zur Erhaltung der Feldstein-Kirchenruine in Rolofshagen e.V.