Louis Douzette

Als er sieben Jahre alt war, zog die Familie von Tribsees nach Franzburg. Im Alter von 14 Jahren beendete er die Schule und ging beim Vater in die Stubenmalerlehre. Im Winter gab ihm der Vater, der in seiner Jugend in Berlin die Kunstakademie besucht hatte, den ersten Unterricht im Zeichnen. 1852 zog die Familie nach Barth.

Louis Douzette ging mit 21 Jahren nach Berlin und wurde Schüler des Berliner Malers Hermann Eschke. Seit 1860 hielt er sich regelmäßig an der Ostseeküste, auf Rügen und dem Darß auf. 1863 wurde Douzette Mitglied des Vereins Berliner Künstler. 1878 reiste er nach Paris, wo er die französische Pleinairmalerei der realistischen Schule von Barbizon kennenlernte.

Douzette war der Künstlergruppe in Ahrenshoop verbunden. Ab 1895 wohnte er bis zu seinem Lebensende wieder in Barth. 1896 wurde er Professor der Berliner Akademie der Künste. Seine spätromantisch angehauchten Stimmungsbilder von Nachtlandschaften trugen ihm den Namen "Mondschein-Douzette" ein. Anlässlich seines 76. Geburtstages verlieh ihm die Stadt Barth am 25. September 1910 das Ehrenbürgerrecht.

Louis Douzette war 25 Jahre verheiratet mit Louise Donner († 1890). Einer seiner Schwiegersöhne war der Maler Adolf Gustv Döring (1848–1938).

Diese vorstehenden Informationen wurden aus der Quelle www.wikipedia.de übernommen. Dort finden Sie weitere Informationen zu seinen Werken.

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In einem Aufsatz, den Herr Dr. Gerd Albrecht für das Mitteilungsblatt des Amtes Franzburg-Richtenberg im Jahr 2009 bereit stellte, sind folgende weitere Informationen enthalten:

Anlässlich des 175. Geburtstages von Luis Douzette am 25. September gilt eine Sonderausstellung im Vinete-Museum der Stadt Barth dem Schaffen des vorpommerschen Malers. Luis Douzette wurde 1834 als Sohn des Malermeisters in Tribsees geboren. Als Kind prägen ihn die Landschaft an der Trebelstadt mit ihren malerischen Häusern, den Mooren und Wasserläufen in unmittelbarer Umgebung.

 

1840 siedelte die Familie nach Franzburg um, wo ein Onkel die Fischereirechte auf dem dortigen See hatte. Später, von Franzburg aus, machte Douzette Bekanntschaft mit den Kunstsammlungen in den Herrenhäusern, zu denen ihn der Vater als Kunst- und Stubenmaler häufig mitnimmt.

Bestimmte Motive aus der Heimat prägen sich ihm so sehr ein, dass er sie in seinem langen Malerleben immer wieder verwendet, so zum Beispiel den Fischerkahn mit seinem Onkel, beim Einholen der Netze.

Das eigentliche  Sujet Douzettes ist die Landschaft. Auch als Douzette 1856 nach Berlin geht, um sich künstlerisch fortzubilden, bleibt er dem Genre der Naturdarstellung treu.

Douzette wird ein Lichtmaler. Dabei ist es weniger das Tageslicht, das ihn künstlerisch fordert, sondern vielmehr das Dämmerlicht der blauen oder Schummerstunde. Mit großer Meisterschaft gelingt es Douzette, selbst das Nachtlicht in den feinsten Nuancen der Farben einzufangen.

Hier in der vorpommerschen Heimat entstand die Mehrzahl seiner Landschaftsgemälde und Grafiken, von denen besonders die Mondscheinbilder seinen künstlerischen Ruf über die Region hinaus bestimmten. Für das mit „Gold“  prämierte Bild „Mittagssonne in Buchenwald von Prerow“ erlangt Douzette auf der Ausstellung der Berliner Akademie der Künste 1886 erstmalig nationale Anerkennung.

 

Für sein Bild „Mondnacht in Venedig“ wird ihm zwei Jahre später auf der Kunstausstellung in Melbourne (Australien) diese Ehrung (Goldmedaille für Kunst) auf internationaler Ebene zuteil.

Die Mondscheinbilder sind wesentlicher Teil der Ausstellung, doch ist darüber hinaus deren Anliegen die künstlerische Bandbreite seines Schaffens zu dokumentieren. Wiederentdeckungen einiger grafischer Werke sowie wertvolle Skizzenbücher können erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Eine Sammlung von großformatigen Stadtansichten wie von Barth, Lübeck, Hamburg, Potsdam, Dresden, Venedig und Antwerpen bezeugen Douzettes Entdeckung der urbanen Landschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts als Motiv seines Schaffens. Auch hier sind die Lichtverhältnisse und das Zusammenspiel von künstlichen und natürlichen Lichtquellen, die den Arbeiten ein besonderes und sehr eigenes Gepräge geben.

Während der Schwerpunkt der ersten Douzette Ausstellung im Jahr 2000 die Zusammenführung der Werke aus staatlichen Kunstsammlungen und Museen bildete, werden in dieser Ausstellung fast ausschließlich Werke aus Privatbesitz präsentiert, die bisher kaum in der Öffentlichkeit und noch nie in seiner Heimat Vorpommern gezeigt werden konnten. Es werden 70 Ölgemälde und 25 Grafiken sowie zwei Skizzenbücher und Dinge aus dem persönlichen Leben vorgestellt.

Dr. Gerd Albrecht