1231
übergab Rügenfürst Wizlaw I dem Zisterzienserkloster Kamp am Niederrhein einen Ort oberhalb des Flusses Campenitz zur Anlage einer Abtei mit dem Namen Rosetum, d.h. Rosengarten. Bald wurde daraus das Feldkloster Neuenkamp.
Witzlaw I statte das Kloster mit mehreren Orten und 300 Hufen Wald zur Rodung aus. Der ihm zustehende Teil des Zehnten aus diesem Gebiet sollte ebenfalls an das Kloster gehen. Neuenkamp entwickelte sich schnell zu einer religiösen und wirtschaftlichen Größe des Landes Pommern.
 
Die Klosterkirche war hinsichtlich Gestalt und Abmessungen ein bedeutender Bau, die Chorostwand wurde von 2 Treppentürmen flankiert, die Gewölbehöhe betrug  25,20 m.
 
1535
Nach der Reformation wurde das Kloster säkularisiert. Es erfolgten der Abtrag der Klosteranlage bis auf den südlichen Querschiffarm der Klosterkirche  sowie ein Umbau der Klosteranlage zum Schloss. Reste der Abteikirche bildeten die Schlosskirche, die spätere Pfarrkirche. Der Bau des Schlosses erfolgte durch die Pommernherzöge.
 
1587
erhielt Franzburg das Stadtrecht durch Pommernherzog Bogislaw XIII. Im Anschluss an die Errichtung der Schlossanlage gab es zunächst nur eine Straße, später wurde diese durch den Rundling der Neustadt erweitert.
 
1627
Mit dem Einmarsch kaiserlicher Truppen wird Pommern in den Krieg hineingezogen. Herzog Bogislaw der XIV. unterschrieb die Franzburger Kapitulation.
 
1631
Rückeroberung durch Schwedenkönig Gustav Adolf. Für fast 200 Jahre blieb Franzburg schwedisch, Zerstörung des Schlosses im Dreißigjährigen Krieg, Zerfall der Stadt.
Ab 1722
erfolgte die Neubesiedlung Franzburgs. Das heutige Rathaus war ursprünglich das königliche Amt.
 
Eine ungefähre Vorstellung der einstigen Größe der Klosteranlage vermitteln die erhaltenen Umfassungswände des südlichen Querschiffarmes, in welche die Pfarrkirche eingebaut ist.
 
Quelle: BIG Städtebau GmbH