Das Kloster Neuenkamp

Bogislaw XIII.

Rügenfürst Witzlaw I. übergibt 1231 dem Abt Arnold zu Kampen den Platz zur Erbauung einer Abtei „Rosengarten“ im festländischen Rügen. Unter dem Motto „ora et labora“ / „bete und arbeite“ erschufen die Zisterziensermönche eine blühende Landschaft.

Durch Zuwanderungen von Bauern und Handwerkern erwuchs dieser Ort zu einem der reichsten Klöster Europas. Die gotische Hallenkirch wurde um 1300 erbaut. Sie ist als unvergleichbar groß beschrieben worden (Fl. 25 m x 90 m).

Im 16. Jahrhundert, im Zuge der Reformationszeit, wurde der Bau bis auf das heute noch erhaltene südliche Querschiff abgerissen. Heute dient es als Pfarrkirche. Weiterhin sichtbar lässt sie uns erahnen, was für eine bedeutende Vergangenheit dieser Standort eins hatte.

1587 ließ Bogislaw XIII. aus den Abrisssteinen seine Residenzstadt erbauen. Den Namen wählte er zu Ehren seines Schwiegervaters Franz v. Braunschweig-Lüneburg. Direkt auf dem Gelände des ehemaligen Klosters entstand ein prunkvolles, vierflügeliges Schloss.

Franzburg sollte Künstlern, Kaufleuten und anderen Gewerbetreibenden, vor allem Webern eine Heimat bieten. Die ehrgeizige Vision wurde schließlich durch den 30jährigen Krieg beendet. 1628 plünderten und verwüsteten Wallensteins Truppen die Stadt. Zwei Jahre später eroberte Gustav Adolf Franzburg zurück und es blieb fast 200 Jahre schwedisch. Mit den mittelalterlichen Steinen wurde ein drittes Mal gebaut. 1660 wurden sie in die Hansestadt Stralsund transportiert und das schwedische Palais des Gouverneurs nahm Gestalt an und dort finden wir sie noch heute.