Vormundschaft: Vergütung des Berufsvormundes beantragen


Volltext

Die Vormundschaft ist grundsätzlich unentgeltlich zu führen. Wird die Vormundschaft ausnahmsweise (von einem Berufsvormund) berufsmäßig geführt, besteht ein Anspruch auf eine Vergütung. Ein ehrenamtlich tätiger Vormund erhält nur dann ausnahmsweise eine Vergütung, wenn das Vormundschaftsgericht eine solche wegen Umfang und Schwierigkeit der vormundschaftlichen Geschäfte bei vermögenden Betreuten bewilligt.

Die Vergütung berufsmäßig tätiger Vormünder richtet sich nach den Bestimmungen des Vormünder- und Betreuervergütungsgesetzes (VBVG) und damit nach der Qualifikation des Vormundes.


Handlungsgrundlage(n)


Voraussetzungen

Von einer beruflichen Tätigkeit als Vormund ist in der Regel auszugehen, wenn jemand

Die Feststellung der Voraussetzungen der Berufsmäßigkeit obliegt dem Familiengericht.

Hinweis: Dem Jugendamt oder einem Verein kann keine Vergütung bewilligt werden (§ 1836 Abs. 3 BGB).


Verfahrensablauf

Die Rechnung muss zunächst dem Gericht vorgelegt werden. Dieses setzt die Höhe der Vergütungsansprüche fest.

Hinweis: Ist der Mündel mittellos, werden die Kosten von der Staatskasse getragen.


Fristen

Der Vergütungsanspruch muss spätestens 15 Monate nach seiner Entstehung bei dem Familiengericht geltend gemacht werden.


Fachlich freigegeben durch

Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern


Fachlich freigegeben am

13.02.2015

Zuständigkeit

ist das Familiengericht, in dessen Bezirk der Mündel seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.


Zuständige Stelle(n)

Ihr zuständiges Gericht finden Sie im Justizportal des Bundes und der Länder