Im Jahre 1231 wurde der Ort als Kirchdorf erstmals erwähnt, der Name Richtenberg taucht in alten Schriften erstmals 1469 auf.
Ausschlaggebend für die Siedlungsgründung waren die salzhaltigen Quellen im Bereich der Trebelniederung. Die Salzproduktion bestimmte so auch lange Zeit, neben dem Handwerk, die Entwicklung der Stadt, in der die Landwirtschaft immer eine untergeordnete Bedeutung hatte. So lebten und arbeiteten Anfang des 19. Jahrhunderts 130 Handwerker in Richtenberg.
Die historische Stadtgestalt ist von der Kirche St. Nikolai auf dem Kirchberg mit dem darum herumgruppierten mittelalterlichen Stadtkern geprägt. Der Stadtkern, der eher als Stadtband bezeichnet werden kann, besteht aus einer geschlossenen Bebauung – größtenteils aus Handwerker- und Ackerbürgerhäusern, die sich entlang der Durchgangsstraße aufreihen. Dieses Strukturelement begründet neben dem Marktplatz die Besonderheit Richtenbergs. Der Marktplatz, eine Aufweitung des Straßenraums, fügt sich harmonisch in das Erscheinungsbild ein.
Quelle: Richtenberg, 10 Jahre Städtebauförderung, BIG




