Gemeinde Glewitz
Amt
Bürgersprechstunde
Bürgermeister
Herr Hartmut Löhrke
Telefon: 0172 – 3279151

Sprechstunde
nach telefonischer Vereinbarung
zu allen weiteren Sprechzeiten
Unser Heimatgebiet wurde einst von Wenden bewohnt. Zwischen 1220 und 1240 kam die Hauptmasse an Kolonisten in unser Gebiet. In der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde der Kirchenbau vorangetrieben und  damit entwickelten sich unsere Dörfer und Städte. Loitz wurde 1242 als deutsche Stadt von Ritter Detlef v. Gadebusch gegründet.
Die Bevölkerung bestand vorwiegend aus Bauern und Siedlern.
 
Im 16. Jahrhundert, bedingt durch den 30jährigen Krieg, wurden viele Flächen von Adligen zum eigenen Nutzen bewirtschaftet und es entstanden, für unsere Region bezeichnend, Gutsbetriebe. Die Mächtigkeit des Landadels bestimmte über (Kirchen-)Gemeinden.
 
Das damalige Territorium der Gemeinde Glewitz bestand aus den Ortschaften Glewitz-Langenfelde-Jahnkow-Wolthof. Die Ortschaften Strelow-Turow-Voigtsdorf waren eine eigenständige Gemeinde. Beide Gemeinden sind 1948 zu einer Gemeinde verschmolzen.
 
          Glewitz unterteilte sich in Alt- und Neu-Glewitz, wobei Alt-Glewitz der eigentliche Ursprung des Dorfes mit der 1293 erbauten Backsteinkirche ist. Das älteste Haus ist das Pfarrhaus etwa 2. Hälfte 16. Jahrhundert, sicherlich ist es nicht das erste Pfarrhaus gewesen. Dazu gehörte der Pfarrhof, von den Gebäuden ist nur noch das als Garage genützte vorhanden. Der Kirchenacker wurde durch den Pächter bewirtschaftet. Das heutige Wohnhaus wurde 1871 erbaut. Über den Kirchenacker wurden der Pfarrer und Kantor (Küster) mit Nahrung versorgt. Der Kantor war gleichzeitig Lehrer der alten Schule in Glewitz wo er auch wohnte und hatte auch das Amt des Standesbeamten inne. Zarnekow hatte eine eigene Schule, alle anderen Kinder kamen nach Glewitz.
Etliche Häuser wurden durch Feuerbrunst vernichtet, so auch Schmiede und Gasthof auf dem Kirchenacker gegenüber den heutigen Neubauten. Eine neue Schmiede und Gasthaus mit Verkaufsladen wurde an der Straße erbaut, uns bekannt als Gasthaus „Schnitze“, später Gemeindeamt, Wohnhaus heute. Ebenfalls stand hinter der Gaststätte eine Windmühle, die 1973 abgerissen wurde.
 
          Neu-Glewitz gehörte zu Hagenowschen Besitz. Etwa 1885 wurde das Gutshaus erbaut (heute Kindergarten) und durch einen Pächter besetzt.
Langenfelde war über Generationen ebenfalls  Besitz derer von Hagenow. In zwei Geschlechterfolgen wurden Landräte für Grimmen gestellt. Langenfeld war das einwohnerstärkste Dorf (etwa 150 Einwohner). Hier befand sich auch die Post in dem roten Backsteinhaus an der Straße.
 
Das Gut Zarnekow hatte vielfachen Besitzerwechsel. Bis 1856 Baronin Schmaltz von Ascheraden, dann die Neffen v. Bodin und v. Puttkauer. Der letzte Pächter war Herr Putzier. Jahnkow und ab 1886 auch Wolthof gehörte den Spaldings Vater und Sohn. 1894 verkaufte der Sohn aus Unwirtschaftlichkeit beide Güter an Krupp-Essen. Der letzte Besitzer oder Pächter war Peters.
 
Turow-Strelow-Voigtsdorf haben eine gemeinsame Geschichte. Das Zentrum war Turow mit seiner Wasserburg, welche eine Zweigniederlassung des Zisterzienerkloster Dargun gewesen sein dürfte.
1387 wird die Wasserburg Privatbesitz der Familie Lüssow. Lüssow ist der Großvater von Rubenow, dem Gründer der Universität Greifswald. Durch Einheirat geht der Besitz an von Ferber.
Turow war immer Rittersitz, Strelow und Voigtsdorf waren dem jeweiligen Besitzer abgabepflichtig. 1719 geht der Besitz an v. Ferber über und wird 1928 aufgesiedelt, die Siedler kommen aus Posen und Westfalen.
Strelow wird an Rassow verkauft 1882. Voigtsdorf wird an Spalding Jahnkow verkauft und im 1.Weltkrieg übernimmt Plate das Gut.
 
Von den Gütern wurden die Kirchenpatrone auserkoren und auch die Schulvorstände gebildet. Bis 1918 unterstand die Schule der Kirche, die Oberaufsicht hatte der Pfarrer. In der Zeit 1926-1930 wurden die Neubauten der Schulen Turow und Glewitz angefangen und ihrer Bestimmung übergeben. Bis 1969 diente auch ein Raum im Pfarrhaus als Schule. Ebenfalls war bis 1955 das Gemeindeamt im Pfarrhaus untergebracht und zieht dann in das ehemalige Gutshaus nach Neu-Glewitz.
Die Güter wurden 1945 enteignet. Langenfeld, Jahnkow, Wolthof, Strelow werden in Kleinwirtschaften aufgesiedelt sowie auch Neu-Glewitz.
Voigtsdorf und Zarnekow werden „Volkseigene Güter“. Turow bleibt Bauerndorf und das Restgut derer v. Ferber bewirtschaftet H. Neumann und geht nach seinem  Tode an die Kirche über. 1958 werden die 1. Genossenschaften für Landwirtschaft gegründet.